Freiwillig macht den Unterschied

Was wäre eine Hilfsorganisation ohne ehrenamtliches Engagement: Kirsten, Martin und Patricia unterstützen die MitarbeiterInnen bei Light for the World in Deutschland regelmäßig mit ihrem Fachwissen und persönlichem Einsatz.
Kirsten, Martin und Patricia unterstützen die MitarbeiterInnen bei Light for the World in Deutschland

 

Kirsten – aus ihrem Beruf in der Unternehmensberatung bereits ausgestiegen. Die 54-jährige Münchnerin ist ein Segen im Office, wenn es etwa um Datenbanken geht oder das langwierige Recherchieren von neuen Funding-Möglichkeiten. 


Kirsten Allerdt-Stoll engagiert sich ehrenamtlich seit Dezember 2020 im Münchner Office von Light for the World.

„Ich war 18 Jahre bei einer Unternehmensberatung, was mich natürlich sehr geprägt hat. Es gab immer interessante Projekte, war aber auch stressig. Zuletzt habe ich auch Dinge gesehen, die besser sein könnten. 

Mir war wichtig, dass die Organisation, bei der ich mich nach meinem Berufsausstieg ehrenamtlich engagiere, international tätig ist. Und ich wollte ein Thema, mit dem ich noch nie in Berührung war: Aktiv sein für Menschen mit Behinderungen, das hat mich gereizt an Light for the World. 

Da wo ich früher gearbeitet habe, saß das Geld manchmal ziemlich locker. Hier wird auf den Cent geschaut, weil man den SpenderInnen gegenüber ja Rechenschaft abgeben muss. Eine gewisse Selbstbeschränkung bei den Ausgaben fände ich für alle Sektoren nicht schlecht.“

Martin – der Sicherheitsexperte bei Siemens entwickelt Schutzkonzepte für Projekte in Afrika. Er bringt wertvolle Expertise und sein Netzwerk ehrenamtlich bei Light for the World ein, hat aber auch kein Thema damit, die Dübel in der Bürowand anzubringen.


Der Sicherheitsexperte Martin Kitasaka, 42 Jahre, beim handwerklichen Einsatz nach dem Umzug des Münchner Büros von Light for the World. 

„Das Thema Konzernsicherheit hat sich über die Jahre stark gewandelt. Die Globalisierung, immer komplexere Geschäftsprozesse und die Möglichkeiten des Internets haben die Risiken verändert. Sicherheitsfragen sind vielschichtiger und internationaler geworden: Wie werden MitarbeiterInnen auf Reisen geschützt? Wie die Niederlassungen oder Projektbaustellen weltweit? Zuletzt war ich beispielsweise in Ruanda, wo es einen COVID 19-Ausbruch auf einer Baustelle gab, was schnell zu einem Sicherheitsthema wurde. 

Mein Beruf ist spannend, weil immer unvorhergesehen etwas passieren kann und man dann schnell reagieren muss. Die Sicherheitslage ist das, was einen antreibt. Dann lastet einen dieser Job schon sehr gut aus. Aber natürlich gibt es auch wieder ruhigere Zeiten. Und gerade dann möchte ich mich zusätzlich für gemeinnützige Zwecke einsetzen, was ich auch vor Siemens schon gemacht habe. 

Light for the World habe ich in Äthiopien kennen gelernt. Als ich dann von dem Büro in München gehört habe, wollte ich hier an meinem Wohnort auch mithelfen. Für mich ist immer die Frage, was gerade am dringendsten gebraucht wird - und das mache ich dann einfach.“  

Patricia – am Anfang ihrer Karriere in der Entwicklungszusammenarbeit. Schon während des Studiums hat die 25-Jährige als Praktikantin bei Light for the World hineingeschnuppert. Doch darüber hinaus fand sie sogar neben Prüfungen und Bewerbungsgesprächen Kraft und Zeit weiter wertvollen Einsatz zu leisten. 


Patricia Büchler war von November 2020 bis Juni 2021 im Münchner Office von Light for the World. Alle früheren KollegInnen vermissen sie und hoffen, dass sie sie vielleicht bei einem von Patricias nächsten beruflichen Steps mal wieder treffen. 

„Durch mein Praktikum habe ich schon tolle Einblicke bekommen. Die Arbeit hat mir nicht nur viel Spaß gebracht, die Aufgaben haben mich auch gefordert im positivsten Sinne. Ich habe mich gerne auch soweit es mir möglich war, weiter engagiert, und erfahren, wie die Profis bei Light for the World zusammenarbeiten, wie die Struktur der Meetings ist, wie die Arbeitsabläufe, was es für eine Vielfalt von Aufgaben gibt. 

Für mich war es von Vorteil, dass Light for the World in Deutschland relativ klein ist. In einer großen Organisation wäre ich vielleicht gar nicht so aufgenommen worden oder hätte gar nichts mitbekommen aus den verschiedensten Bereichen. 

Was ganz viel ausgemacht und mich motiviert hat, mich weiter auch ehrenamtlich zu engagieren, war die Atmosphäre und die besondere Wertschätzung, die ich bei Light for the World erfahren habe.“

Die Geschäftsführerin von Light for the World Deutschland Dr. Astrid Pietig ist glücklich und dankbar für die Unterstützung der Arbeit der Organisation: „Ich kann mich gar nicht oft genug bedanken bei unseren Ehrenamtlichen. Eine Organisation braucht einen stabilen Stab von speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Kontinuität und Qualität in den verschiedenen Fachbereichen garantieren. Durch ehrenamtliches Engagement erfahren wir neben der Unterstützung auch eine wichtige fachliche und menschliche Bereicherung.“