Wo die Zukunft der Bildung diskutiert wird

Light for the World-Expertin Nafisa Baboo beim Bildungsgipfel in Oslo
Nafisa Baboo mit dem Präsidenten von Ruanda, Paul Kagame, und dem britischen Ex-Premier Gordon Brown

Gestern und heute findet der Oslo Summit on Education for Development, ein welltweiter Bildungsgipfel für die Entwicklungszusammenarbeit, in der norwegischen Hauptstadt statt. Hochrangige Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft – darunter auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai und die ehemalige Premierministerin von Australien, Julia Gillard – treffen sich hier und diskutieren, wie Kindern in Armutsgebieten der Zugang zur Bildung verbessert werden kann.

Mit vor Ort ist Nafisa Baboo von Light for the World. Nafisa wurde vom norwegischen Außenminister zum Mitglied in einer neunköpfigen internationalen Expertengruppe berufen, die die TeilnehmerInnen des Gipfels hinsichtlich der Bildung von Kindern und jungen Menschen mit Behinderungen berät. Nafisa Baboo ist Beraterin für inklusive Bildung bei Light for the World. Sie bringt ihre Expertise zum Thema Inklusion ein und berät uns bei der Projektplanung und -umsetzung. Nafisa betont, dass Inklusion und das Thema Behinderung fixe Bestandteile der neuen Nachhaltigen Entwicklungsziele der UN, sind.
Inklusion nützt allen
„Wenn behinderte Kinder Schulbildung erhalten, hilft das nicht nur ihrer persönlichen Situation, sondern der Entwicklung eines ganzen Landes. Menschen mit Behinderung von Bildung und Arbeitsmarkt auszuschließen, verursacht einem Staat geschätzte 7% des Bruttoninlandsprodukts“, so Nafisa Baboo, „Wozu also überhaupt Exklusion?“
 
Das auch in Österreich etablierte Sonderschulsystem hat einen großen Nachteil: Die Kinder werden aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen, lernen getrennt von Gleichaltrigen und leben isoliert. Viele Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache werden nicht sprachlich gefördert, sondern in Sonderschulen abgeschoben. Light for the World setzt sich daher für inklusive Bildung ein, wo immer es möglich ist.