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Zeit für gute Nachrichten: 8 Highlights aus dem Jahr 2025

30.12.2025
South Sudan’s blind football team made history, winning the inaugural IBSA African Championship Division 2 in Uganda and qualifying for Division 1 — a step closer to the 2028 Paralympic Games in Los Angeles.ad South Sudan’s blind football team made history, winning the inaugural IBSA African Championship Division 2 in Uganda and qualifying for Division 1 that is a step closer to the 2028 Paralympic Games in Los Angeles.
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Ja, es gibt sie noch – die guten Nachrichten! Und sie sind wichtiger denn je. In einer Zeit von Unsicherheit wollen wir unsere gemeinsamen Erfolge hochhalten. Lesen Sie unsere 8 Highlights aus 2025!

Für viele Menschen auf der ganzen Welt war 2025 ein Jahr voller Instabilität. Konflikte, wirtschaftlicher Druck und die sich beschleunigende Klimakrise belasteten weiterhin insbesondere Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen – und Menschen mit Behinderungen traf es dabei am härtesten.

Doch trotz allen Herausforderungen wollen wir das Gute nicht vergessen! Durch die Unterstützung unserer Spender*innen konnte Light for the World auch in diesem Jahr in unseren Projektländern Uganda, Kenia, Mosambik, Burkina Faso, Südsudan und Äthiopien vollen Einsatz zeigen. Gemeinsam haben wir das Augenlicht von Tausenden gerettet, uns für die Rechte von Menschen mit Behinderungen eingesetzt, inklusive Bildung vorangetrieben und humanitäre Hilfe in Krisengebieten geleistet.

Im Jahr 2025…

1. …gibt es erstmals in allen 4 Projektländern von “1, 2, 3 I can see!” im Programm ausgebildete Kinderaugenärzt*innen.

Das Programm “1, 2, 3 I can see!” fokussiert sich über eine Laufzeit von zehn Jahren auf die nachhaltige Förderung von Kinderaugengesundheit in unseren Projektländern Burkina Faso, Äthiopien, Mosambik und Uganda. Über eine halbe Millionen Kinder konnten mit den Maßnahmen bereits erreicht werden.

Im Rahmen des Programms unterstützt Light for the World auch die Ausbildung und Weiterbildung von Fachkräften, um die medizinische Versorgung vor Ort zu verbessern.

Auf dem Foto sind ein Augenarzt und seine junge Patientin zu sehen. Der Arzt trägt einen weißen Kittel, das Mädchen ein graues T-Shirt. Beide haben eine dunkle Hautfarbe.
Glória Félix Morais wird von Dr. Isaac Vasco da Gama untersucht. Sie erhält eine Katarakt-Operation.
© Super Midia.Phill/Light for the World

Und die getane Arbeit trägt Früchte! Dr. Claudette Yaméogo in Burkina Faso, Dr. Dagmawi Abebe in Äthiopien, Dr. Isaac Vasco da Gama in Mosambik und Dr. Rebecca Lusobya in Uganda sind Pionier*innen im Kampf darum, das Augenlicht von Kindern zu retten. Sie wurden im Rahmen von “1, 2, 3 I can see!” dabei unterstützt, ihre Fachausbildung in pädiatrischer Augenheilkunde zu absolvieren.

Heute treiben sie strukturellen Wandel in ihren Heimatländern voran und sind lebende Beispiele dafür, was langfristige Unterstützung bewirken kann.

2. …hat sich das südsudanesische Blinden-Fußballteam einen historischen Sieg gesichert.

Die von Light for the World unterstützte Blinden-Fußballmannschaft des Südsudan hatte bei ihrem internationalen Debüt allen Grund zu feiern! Das Team gewann die Afrikameisterschaft der 2. Division, nachdem es die Gastgeber Uganda sowie die Nationalmannschaft von Simbabwe besiegt hatte.

Im kommenden Jahr werden sie in der 1. Division antreten – mit der Chance, sich für die Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles zu qualifizieren.

Auf dem Bild ist die südsudanesische Blindenfußballmannschaft zu sehen. Sie tanzen, weil sie die Afrika-Meisterschaft gewonnen haben. Sie tragen blau -weiße Trikots. Der Tormann ganz vorne trägt ein gelb-schwarzes Trikot.
Ein Siegestanz darf natürlich nicht fehlen! © Light for the World

Die Blindenfußballmannschaft im Südsudan wurde 2020 mit der Hilfe von Light for the World gegründet. Das Team wird von der South Sudan Association of Visually Impaired (SSAVI) geleitet – in Partnerschaft mit Light for the World und der adidas Foundation im Rahmen des United by Sport-Programms.

3. …wurde das “InBusiness”-Programm abgeschlossen, bei dem über 1.700 Kleinstunternehmer*innen mit Behinderungen unterstützt wurden.

Ein großer Meilenstein für Economic Empowerment – die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und Beruf! Das Programm “InBusiness” unterstützte über einen Zeitraum von fünf Jahren mehr als 1.700 Menschen mit Behinderungen im Unternehmertum sowie pflegende Angehörige in fünf kenianischen Counties.

Durch Unternehmensschulungen, Mentoring und verbesserten Marktzugang bauten die Teilnehmenden nachhaltige Lebensgrundlagen auf und stärkten die lokalen Wirtschaften in Meru, Laikipia, Migori, Homabay und Kakamega.

Auf dem Bild ist ein schwarzer Mann mittleren Alters zu sehen. Er trägt einen blauen Overall, hält Pflanzen in der Hand und lächelt in die Kamera. Er ist Gärtner von Beruf.
Ducan Mwenda Mwirichia ist leidenschaftlicher Gärtner und lebt mit einer Hörebehinderung. Durch das “In Business”-Programm konnte er sein Wissen und Unternehmen ausbauen. © Light for the World

Von Buchführung und gesetzlichen Vorgaben über Peer-Mentoring bis hin zu inklusiven Beschaffungsprozessen: Die Initiative hat lokale Unternehmen unterstützt und gleichzeitig die wirtschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen vorangetrieben.

4. …arbeiteten wir weiter an unserem Ziel, die Augenkrankheit Trachom in Äthiopien bis 2030 zurückzudrängen.

Der barrierefreie Zugang zu augenmedizinischer Versorgung für Kinder und Erwachsene ist ein wichtiger Teil unserer Mission! Besonders fokussieren wir uns hier auch auf Menschen, die von vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTDs) bedroht sind.

In Äthiopien starteten wir in diesem Jahr gemeinsam mit dem Regionalen Gesundheitsamt Tigray zwei neue Projekte, die dazu beitragen sollen, Trachom bis 2030 im Land als öffentlichtes Gesundheitsproblem zu eliminieren. Die Projekte umfassen Schulungen für medizinisches Personal zu Trachomatöser Trichiasis (TT), groß angelegte Trachom-Screenings sowie Haus-zu-Haus-Aufklärungsarbeit.

Auf dem Bild sind Schulkinder zu sehen. Sie haben eine dunkle Hautfarbe und tragen lila Schuljacken. Ein Junge steht ganz vorne und grinst in die Kamera. In der Hand hält er die Dosis eines flüssigen Antibiotikums gegen die Augeninfektion Trachom.
Die Kinder erhalten bei einer großflächigen Medikamentenverteilung vorbeugend Antibiotika gegen Trachom. © Blen Hagazi /Light for the World

Außerdem finalisierten wir gemeinsam mit dem äthiopischen Gesundheitsministerium und weiteren wichtigen Partnern die Planung für die zweite nationale Augen-Gesundheitsstudie – ein entscheidender Schritt, um Fortschritte zu messen und bestehende Lücken zu schließen.

5. …ermöglichten wir Kindern mit Behinderungen den Zugang zu Bildung.

Auch 2025 haben wir mit verschiedenen Partnern zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass jedes Kind sein Recht auf Bildung wahrnehmen kann.

In Mosambik arbeiteten wir gemeinsam mit der Organisation von Menschen mit Behinderungen (OPD) ADEMO im Rahmen des InPower-Programms, um Mädchen und Jungen mit Behinderungen in das Bildungssystem zu vermitteln.

Zu ihnen gehört auch die 20-jährige Wilsa Chitato Manuel (unten im Bild). Sie ist in die Schule zurückgekehrt, um ihren Highschool-Abschluss zu machen.

Auf dem Bild ist ein Mädchen mit schwarzer Hautfarbe zu sehen. Sie sitzt auf einem Stuhl und hält ein Schulheft in der Hand. Hinter ihr an der Wand sind Stühle, die aufeinander liegen.
© Vanessa dos Santos/Light for the World

Heute träume ich davon, Geografielehrerin oder Radiomoderatorin zu werden – ich möchte Wissen teilen und andere Menschen wie mich inspirieren.

Im Südsudan unterstützten wir die nächste Generation von Lehrkräften dabei, inklusiven Unterricht für Kinder mit Behinderungen zu gestalten – im Rahmen des Education Cannot WaitProgramms.

6. …haben wir inklusive humanitäre Hilfe weiter vorangebracht.

Eines unserer größten Einsatzfelder ist es, auf Inklusion in allen Lebenssituationen aufmerksam zu machen – auch in humanitären Krisen. Geflüchtete Menschen mit Behinderungen sind drängenden, aber oft wenig beachteten Herausforderungen ausgesetzt.

Nun gibt es zum ersten Mal ein vollständig inklusives Datenerhebungs-Tool für Notsituationen – ein Meilenstein, der in einer humanitären Krise alle Menschen erreichbar macht. In Momenten, in denen jede Minute zählt, hilft das neue Instrument dabei, niemanden zurückzulassen.

Auf dem Bild sind Hilfspakete für Betroffene des Zyklons Eloise zu sehen.  Die Güter werden gerade mit einem LKW angeliefert, schwarze Menschen verteilen sie auf die Pakete.
Hilfsmaßnahmen in Buzi nach dem Zyklon Eloise. Menschen mit Behinderungen haben in Notsituationen ein bis zu viermal höheres Sterberisiko. © Light for the World

Die Survey for Inclusive Rapid Assessment (SIRA) ist open source (frei zugänglich), barrierefrei und mit Screenreadern nutzbar. Sie ermöglicht Helfer*innen, wichtige Informationen schnell und präzise zu sammeln – damit Notfallteams genau jene Menschen erreichen können, die sonst viel zu oft übersehen werden.

Entwickelt wurde SIRA von Light for the World und der mosambikanischen Organisation FAMOD im Rahmen des Projekts Data That Matters. Und es zeigt bereits Wirkung: Die ersten Datenerhebungen in Cabo Delgado sind direkt in den humanitären Einsatzplan Mosambiks eingeflossen. Ein starkes Signal dafür, was möglich ist, wenn Inklusion von Anfang an mitgedacht wird.

Aber auch in vielen Einzelschicksalen konnten wir Hilfe leisten und Leben verändern. David Liep (unten im Bild), ein südsudanesischer Rückkehrer, floh gemeinsam mit seiner Frau Kinith Makuem und den drei jüngsten Kindern vor dem Konflikt im Sudan.

Auf dem Foto sind 6 Perosnen mit schwarzer Hautfarbe zu sehen, 1 erwachsener Mann und 5 Kinder. Sie alle lächeln in die Kamera. Das Bild wurde in einem Camp für geflüchtete Menschen aufgenommen.
David Liep und seine Familie erhielten Hilfe von Light for the World. © Nema Juma/Light for the World

Im Rahmen unserer Arbeit für inklusive Flüchtlingscamps verwies Light for the World David an eine Augenklinik, während seine Frau Kinith eine Schulung erhielt, um ein eigenes Seifenherstellungs-Geschäft aufzubauen.

7. …veranstalteten wir den ersten Storyteller-Award für junge Afrikaner*innen mit Behinderungen.

Junge Afrikaner*innen mit Behinderungen stellten beim We Can Work Narrative Competition – dem ersten Wettbewerb seiner Art – ihre besondere Fähigkeit zum Geschichtenerzählen unter Beweis.

Hunderte von Storyteller*innen im Alter von 18 bis 35 Jahren aus Äthiopien, Kenia, Uganda, Ruanda, Senegal, Ghana und Nigeria nahmen teil und reichten Beiträge ein – von Essays und Kunstwerken bis hin zu Filmen und Fotografien.

Auf dem Foto sind drei Menschen mit schwarzer Hautfarbe zu sehen - zwei Mädchen und ein Junge. Sie grinsen fröhlich in die Kamera und freuen sich sichtlich. Sie haben den Preis im Storytelling-Wettbewerb für Uganda gewonnen.
Ein Foto der Award-Gewinner aus Uganda. © Light for the World

Dr. Rachael Kalinaki, eine ugandische Ärztin und Verfechterin inklusiver Gesundheitsversorgung, wurde insgesamt zur Gewinnerin gekürt – für ihren autobiografischen Essay „From Can’t to Can: Shattering expectations as a Female Doctor with a Disability“.

8. …setzten wir uns gemeinsam mit 4.700 Expert*innen und Aktivist*innen beim Global Disability Summit für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein.

Neben der Vorstellung unserer eigenen Verpflichtungen – von inklusiver augenmedizinischer Versorgung bis hin zur wirkungsvollen Einbindung von OPDs – unterstützten wir drei junge Changemaker dabei, eine zentrale Botschaft zu vermitteln: Junge Menschen mit Behinderungen können arbeiten.

Drei junge Menschen mit Behinderungen - zwei Burschen und ein Mädchen - grinsen in die Kamera. Sie nahmen am Global Disability Summit teil.
© Light for the World

Emmanuel Izere, Elizabeth Adams und Suhuyini Sulemana Seidu (oben im Bild) leiteten das „Fireside Chat“-Gespräch, das von Light for the World gemeinsam mit dem African Disability Forum und der Mastercard Foundation im Rahmen des We Can WorkProgramms organisiert wurde.

Danke für Ihre Hilfe in diesem Jahr!

All diese Erfolge in der Arbeit von Light for the World sind nur möglich, weil Menschen wie Sie uns finanziell unterstützen. Danke, dass Sie mit Ihrer Spende dazu beitragen, eine inklusive Welt zu schaffen und sich mit uns gemeinsam für Augengesundheit einsetzen! Wir wünschen Ihnen ein gutes und gesundes Jahr 2026.

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